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Fachgebiet

Client Reporting und Anlageprozess sind seit 1997 unser Thema.

Für institutionelle Anleger und vermögende Privatkunden ist der Report oft das wichtigste Instrument, um ihre Anlagen zu überwachen und zu beurteilen – im Verwaltungsrat, in der Anlagekommission, im Stiftungsrat oder im Gespräch mit der Kundenberaterin. Er muss Rechenschaft ablegen und alles enthalten, was es für die nächsten Entscheide braucht. Damit er das kann, muss die ganze Kette stimmen: vom Anlage- und Beratungsprozess über die Daten und Berechnungen bis zum Bericht selbst. In dieser Kette arbeiten wir seit drei Jahrzehnten.

Die Kette

Vier Stufen, eine Aussage an den Kunden

  1. Anlage- und Beratungsprozess

    Am Anfang stehen Anlagestrategie, Mandat und Beratung. Was hier entschieden wird, muss der Report später erklären können: welche Strategie gilt, welche Regeln einzuhalten sind, was empfohlen wurde und warum. Das Fundament dafür ist eine einheitliche Risikosicht über alle Anlagen.

    • Anlagestrategie, Mandate und Beratungsmandate
    • Market Outlook und Anlagemeinungen
    • Eine einheitliche Risikosicht über alle Anlagen
    • Behavioural Finance: wo das Verhalten des Kunden den Anlageprozess beeinflusst

    Behavioural Finance im Investment Report →

  2. Daten und Berechnungen

    Ein Report zeigt Fakten: Bestände, Performance, Allokation, Risiko, meist im Vergleich zu einer Benchmark. Manche liefert das Buchhaltungssystem, viele muss das Reporting selbst rechnen, über lange Zeiträume und viele Aggregationsstufen. Wo diese Berechnungen stattfinden, entscheidet über Konsistenz und Aufwand.

    • Zahlen, die über alle Reports und Zeiträume konsistent bleiben
    • Bestände und Wertschriftenbuchhaltung aus denselben Transaktionen
    • Performance und Risiko für jede Auswahl und jeden Zeitraum
    • Klarheit darüber, was Ihr Reporting leisten muss, unabhängig von der Technik

    The case for an Investment Calculations Layer →Klarheit über Reporting-Systeme: Das Essential Model →

  3. Der Client Report

    Der Report legt Rechenschaft ab und liefert Grundlagen für Entscheide. Läuft alles nach Plan, soll er beruhigen, erklären und Vertrauen begründen. Läuft es nicht nach Plan, soll er warnen, analysieren und zum Handeln anregen. Jede Kennzahl und jede Grafik muss dieses Ziel unterstützen. Sonst verwirrt sie und lenkt ab.

    The purpose of investment reporting – from the perspective of the bank, the advisor or the asset management →Systematisches Gestalten von Investment Reports →

  4. Compliance und Monitoring

    Ein Report muss auch belegen, dass die Regeln eingehalten sind: Anlagerichtlinien und Reglemente, regulatorische Vorgaben sowie die Erwartungen von Aufsicht und Revision. Bei Kunden im Ausland kommen die Regeln ihres Landes und die steuerlichen Folgen ihrer Anlagen dazu. Wer Verantwortung für Anlagen trägt, überwacht und steuert sie mit diesem Instrument.

    • Kontrolle von Anlagerichtlinien und Reglementen, mit Rule Engines
    • Erfüllung der Anforderungen von FIDLEG und MiFID II
    • Grenzüberschreitende Compliance und die steuerlichen Auswirkungen der Anlagen
    • ESG-Vorgaben: ASIP-Standard, Selbstregulierung, Erwartungen der FINMA
    • Risikomanagement und Steuerung, bei Banken, Versicherungen, Vermögensverwaltern und Pensionskassen

    Stärkung des nachhaltigen Finanzplatzes durch Inkrafttreten neuer Selbstregulierungen →Herausforderungen mit dem ASIP ESG Reporting Standard →Optimierung des Investment Reporting für Schweizer Pensionskassen →

Fachwissen und Plattform

Unser Fachwissen fliesst in Cinnamon. Cinnamon befeuert es.

Cinnamon ist aus dieser Kette entstanden. Beides wächst miteinander: Was wir wissen, bauen wir ein. Was die Plattform zeigt, macht das Wissen genauer.

Vom Fachwissen in die Plattform

  • Die eigene Berechnungsschicht: Performance und Risiko für jede Auswahl und jeden Zeitraum, in Cinnamon Core
  • Bestände und Buchhaltung aus denselben Transaktionen
  • Systematisch gestaltete Reports für Web und Print, in Cinnamon Reporting
  • ESG-Reporting nach den Standards, die wir mitdiskutieren

Von der Plattform ins Fachwissen

  • Cinnamon läuft täglich bei Banken und Versicherungen: Wir sehen, welche Fragen ein Report beantworten muss
  • Was wir dort lernen, fliesst in Beratung, Studien und «Trends in Client Reporting»
  • Neue Ansätze wie Reports, die auf Fragen antworten, probieren wir zuerst in der eigenen Plattform aus

Begriffe

Client Reporting oder Investment Reporting?

Die beiden Begriffe werden oft gleich verwendet. Wir unterscheiden sie über die Beteiligten:

Rechenschaftspflichtige Partei

Wer für Verbleib und Entscheide über ein Vermögen verantwortlich ist, etwa die Bank oder der Vermögensverwalter.

Report-Ersteller

Wer den Bericht erstellt. Oft dieselbe Partei, manchmal ein Dritter, etwa ein Global Custodian.

Report-Empfänger

Wer den Bericht liest. Nicht immer der Eigentümer, sondern zum Beispiel der Stiftungsrat für die Versicherten einer Pensionskasse.

Client Reporting
jede wiederkehrende Kommunikation eines Beauftragten an seine Kunden über finanzielle Belange. Es geht um die Beziehung.
Investment Reporting
jede wiederkehrende Kommunikation über die Anlagen der rechenschaftspflichtigen Partei, gleich wer sie liest. Es geht um die Anlagen.

Zum Artikel →

Im Gespräch seit 2006

Zwanzig Jahre «Trends in Client Reporting»

Jedes Jahr laden wir Fachleute aus Banken, Vermögensverwaltung und Asset Management ein. Die Themen zeigen, wie sich das Fachgebiet entwickelt hat.

  1. 2006Leitfaden für die Empfänger von Investment Reports
  2. 2008Eine einheitliche Risikosicht als Fundament für den Beratungsprozess
  3. 2009Kundenreporting aus Sicht des Kunden
  4. 2010Standard oder massgeschneidert: Reporting im Spannungsfeld der Finanzkrise
  5. 2011Behavioral Reporting
  6. 2012Zahlen erzählen Geschichten
  7. 2014Was FIDLEG und MiFID II für das Client Investment Reporting bedeuten
  8. 2015Was wissen Reportempfänger über Anlagen?
  9. 2016Was der Anlagereport beantworten muss
  10. 2017Der Anlagereport im Kontext der neuen Beratungsmandate
  11. 2018Sustainability Investing im Client Reporting
  12. 2022ESG-Anlagereporting in der Schweiz
  13. 2023Workflows im Investment Reporting
  14. 2024Online-Reporting: Wie schlank darf es sein?
  15. 2025Von Digital zu Print, und AI im Client Reporting

Alle Rückblicke und die Ausgabe 2026 →

Studien und White Papers

Was wir erhoben und aufgeschrieben haben

Nächster Schritt

Wo steht Ihr Reporting?

Erzählen Sie uns, was Ihr Report heute leisten soll und wo es hakt. Wir sagen Ihnen, wo wir ansetzen würden.

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Ihr Kontakt

Thomas Tscherrig

Geschäftsleitung, bmpi AG